Falsches Kreditangebot und Rechnung per eMail

Falsche Kreditangebote per eMail überschwemmen Deutschland

Gegenwärtig erleben Internetnutzer eine Spam-Welle mit riesigen Ausmassen. Die Betrüger nutzen die Vor-Weihnachtszeit um noch schnell Kasse zu machen und fast täglich erhalte ich 30 Angebote per eMail mit falschen Kreditangeboten. Hier ein Beispiel:

Hallo meine Damen und Herren,
UniCredit London Branchen- europäischen Finanz führende Gruppe in Bankdienstleistungen mit Tausenden von Filialen bietet eine vollständige Palette von Kreditdienstleistungen für Privatkunden, Investoren und Unternehmen.

Haben Sie jemals für Darlehen gesucht? Finanzielle Unterstützung oder brauchen ein akkreditiertes Kreditgeber, um zu helfen Sie treffen sich mit Ihren Bedürfnissen und Anforderungen?
Wollen Sie ein Auto oder ein anderes Objekt zu kaufen?
Haben Sie Ihre Bank hat Sie nach?
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Ist Ihr monatliches Einkommen verschwinden durch hohen Zinssatz auf Ihrem früheren Darlehen?
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Wir können Ihnen schnell und einfach zuverlässige Kredit-Service mit dem Zinssatz von 1.3% pro Jahr heute helfen. Bitte kontaktieren Sie uns und geben Sie Ihre Details unten für Ihren Kreditantrag.

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Ihr voller Name: _______________
Darlehensbetrag benötigt: ____________
Dauer der Ausleihe: ____________
Zweck des Darlehens: _________
Telefon: ___________
Land: _________

Weitere Details erhalten Sie, sobald wir Ihre Bewerbung geschickt werden.

Eine schnelle Reaktion ist gefragt.
aufrichtig
Simon Burdett
UniCredit London Branch

Ein weiteres Kredit-Angebot lautet:

Hallo Am Herr Gary Micky, Bin Legitime und zuverlässige Darlehen lender.I geben, Kredite auf einer klaren und verständlichen Geschäftsbedingungen bei 3% Zins. Ab $ 5000 bis $ 6.000.000 USD und Euro nur. Ich gebe aus Business-Darlehen, persönliche Darlehen, Studentendarlehen, Autokredite und Kredite zu tilgen Rechnungen. Wenn Sie ein Darlehen benötigen, was Sie tun müssen, ist für Sie zum Ausfüllen des Kreditantrag von unten jetzt so, dass die Kreditkonditionen berechnet werden kann und senden Ihnen jetzt so schnell wie möglich.

Darlehen Antragsformular

Vorname: …………………
Nachname: ………………….
Business Name (falls vorhanden): ……………….
Darlehensbetrag benötigt: ………………….
Zweck des Darlehens: …………………..
Dauer: ………………………..
Alter …………………………
Geschlecht: ……………………
Familienstand: …………………
Monatliches Einkommen: ………………
Heimatadresse: …………………
Stadt: ………………………………
Staat / Provinz: ………………
Postleitzahl: …………….
Land: ………………….
Telefonnummer + …………………….
Handy + …………………….
Beste Anrufzeit ………………….
E-Mail: ………………………….
Berufsbezeichnung: ……………………..
Beruf: …………………

Sie lesen und beantworten Textmeldung am Telefon? Wenn JA dann das
Anzahl Here To
Senden Sie Textnachrichten + ……………………………..

Ich erwarte das Formular ausfüllen und zurück zum Kreditanträge gehen.

Gott segne Sie.

Grüße,

Herr Gary Micky

Allen derartigen Angeboten ist gemeinsam, daß eine Fülle persönlicher Daten abgefragt wird. Manche eMail haben auch oftmals einen Link im Text, den Sie auf keinen Fall anklicken sollten, da die Gefahr besteht, daß Sie auf eine verseuchte Webseite gelockt werden und sich dort einen Trojaner-Virus auf den Rechner laden können.

Auch die “normalen” Spammer sind nicht untätig und müllen mein elektronisches Postfach mit ihrem Spam zu. Auch hier gilt: geben Sie keine persönlichen Daten heraus, klicken Sie auf keinen Link. Entsorgen Sie diese eMails einfach mit “Löschen” wenn Ihre Spam-Erkennungssoftware derartige Mails nicht schon herausgefiltert haben.

Weitere falsche eMails kommen von Betrügern, die sich als Rechnungsabteilung des Software-Herstellers Adobe (Adobe Billing) ausgeben und angebliche Rechnungen verschicken für die Nutzung von Cloud-Diensten. Dieser Rechnungsmail in englischer Sprache ist eine gefährliche Datei beigefügt, die einen Makro-Downloader enthält. Diese Schadsoftware wird zurzeit nur von wenigen Antivirenprogrammen erkannt.

Der Text (in Englisch) beginnt mit:

“Dear Customer, Thank you for signing up for Adobe Creative Cloud Service. Attached is your copy of the invoice. Thank you for your purchase …”

Beim Öffnen des Anhangs installiert sich ein Banking-Trojaner. Der Schädling erstellt eigene Formulare, die bei der Nutzung von Online-Banking aktiv werden. Nutzer werden dazu aufgefordert, in bestimmte Felder vertrauliche Bankdaten einzugeben. Betroffene, die das Dokument geöffnet haben, sollten Online-Banking vermeiden, solange der Trojaner nicht entfernt ist.

Facto24 warnt vor Datendiebstahl und informiert über derzeit aktuelle Phishing-Attacken,  täglich tauchen im Internet tausende neuer Phishing-Seiten auf.

Mit täuschend echt aussehenden Webseitenkopien von PayPal, Mastercard, Visa, Postbank und Sparkasse spähen Internetgangster  die Zugangsdaten und Passworte von ahnungslosen Nutzern aus. Die Nutzer werden mit gefälschten E-Mails auf die Seiten gelockt, üblicherweise mit dem Hinweis, dass die Kreditkarte ablaufe, das Passwort erneuert oder Kontodaten bestätigt werden müssten. Mit den ergaunerten Daten räumen die Datendiebe dann Bankkonten leer, gehen auf Shoppingtour oder begehen einen kompletten Identitätsdiebstahl.

Weitere Beispiele gefälschter Mails der letzten Wochen:

immer wieder sind die Kunden von Amazon im Visier der Betrüger. Phishing Mails mit dem Betreff  “Amazon Kundenservice” sind im Umlauf. Darin fordern die Scammer von den Empfängern, “ihre Daten im Zusammenhang mit ‘Verified by Visa’ bzw. ‘MasterCard SecureCode’ zu ergänzen, um angeblich weiterhin, wie gewohnt, bei Amazon einkaufen zu können.”

“Bitte beachten Sie, dass Ihr Online-Banking-Zugang bald abläuft”. So beginnt eine eMail, mit der Phishing-Betrüger derzeit Kunden von der Sparkasse im Visier haben. Der Empfänger wird aufgefordert, einen Link anzuklicken und ein Formular auszufüllen. Dieses Online-Formular sieht der echten Internetseite der Sparkassen täuschend ähnlich. Nur die URL “electrinix.com” verrät auf den ersten Blick, dass der Nutzer hier nicht auf einer Sparkassen-Seite gelandet ist. Auch hier fragt das Formular alle erdenklichen Informationen ab, neben Namen und Adresse auch den Anmeldenamen sowie die Legitimations-ID für das Konto und die PIN. Mit diesen Daten könnten die Betrüger sich ganz einfach den Zugang zum Bankkonto des Opfers verschaffen. Wenn Sie eine solche  eMail bekommen, sollten Sie diese löschen, ohne auf einen der Links zu klicken. Fragen Sie im Zweifelsfall bei Ihrer Bank nach, wenn Sie sich unsicher sind, bevor Sie Ihre Daten preisgeben.

Der online-Bezahldienst PayPal ist der Dauerbrenner unter falschen Benachrichtigungen per eMail, die Ihre Daten abfragen. Besonders eine Variante tritt sehr häufig auf, die inhaltlich gleich ist, aber viele verschiedene Betreffzeilen wie zum Beispiel “PayPal Informationen aktualisieren!” oder “Ihr Konto wurde gesperrt!”

Auch wenn die Nachrichten oftmals täuschend echt wirken, gilt grundsätzlich: keine Links anklicken, keine Anhänge öffnen, sondern die E-Mail direkt löschen.

Sonst kann es sein, dass Sie in eine Phishing-Falle tappen oder sich schwer zu entfernende Schadsoftware auf den Rechner holen.

Tag für Tag werden etwa 750 neue Phishing-Seiten entdeckt, die sich gezielt an PayPal-Nutzer wenden. Internetnutzer könnten diese aber anhand bestimmter Merkmale entlarven.

Die meisten Phishing-Mails fallen schon durch eine fehlerhafte Rechtschreibung oder Absender-Adresse gleich auf. Es gibt aber auch Mails in perfektem Deutsch und im offiziellen Design mit einem Logo des angeblichen Absenders. In allen Fällen wird den Angeschriebenen mit der Sperrung, Einschränkung oder Unregelmäßigkeiten ihres Kundenkontos Angst gemacht und somit zum Anklicken von Links verleitet.

Sehr beliebt ist bei den Betrügern auch der Trick, Mails mit einer angeblichen Rechnung oder Mahnung zu verschicken, um den Empfänger neugierig zu machen und zum Öffnen der Mail plus Anhang zu verleiten.

Der beste Schutz ist Ihr Misstrauen und Ihr gesunder Menschenverstand.

Lassen Sie sich nicht in Panik versetzen, wenn Mails von einem Ihnen unbekannten Absender im Postfach erscheinen. Belassen Sie Mails im SPAM-Ordner und befördern Sie “normal” angekommene Mails von Unbekannten ebenfalls in Richtung “SPAM”.

Falls Sie sich trotzdem unsicher sind, sollten Sie sich im Zweifelsfall bei der Hotline der Absender-Adresse erkundigen, wie Sie mit der erhaltenen Mail umgehen sollen.

Wer bereits Opfer einer Phishing-Attacke geworden ist und Passwort, PIN oder TAN auf einer betrügerischen Seite eingegeben hat, sollte sofort handeln:

die PIN und das Passwort sollten Sie umgehend  ändern. In jedem Fall sollte die Hausbank oder der Versandhändler informiert, der Onlinezugang und das Konto gesperrt werden. Kreditkarten können Sie unter der deutschlandweiten Notrufnummer 116 116 sofort sperren lassen.

Es ist Weihnachtszeit und falsche Kreditangebote und falsche Rechnungen und Mahnungen per eMail haben Hochsaison. Warnung vor Spam, Phishing und Betrug per eMail

 

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