Eurowin sucht neuen Kunden für Abzocke: 178 Euro für angebliche Teilnahme an Preisausschreiben

Ein Verbraucher aus Celle erhielt kürzlich ein Schreiben der Eurowin Deutschland. Dieses legte er der Verbraucherschutz-Beraterin Christina Ruge vor. Es handelte sich um eine Begrüßung zur Teilnahme an einem Preisausschreiben. Der Verbraucher soll für drei Monate im Voraus 178,50 Euro bezahlen.

Dem Schreiben beigefügt war ein Formular mit verschiedenen Kündigungs­möglich­keiten. Jeglichen Varianten geht allerdings eine schriftliche Teilnahmebestätigung voraus.

Kreuzen Sie nichts an! Widerrufen Sie das Zustandekommen des Vertrages ! Zahlen Sie nicht! Es handelt sich um Dummenfang und Abzocke

Quelle: VS Niedersachsen

Ausserdem häufen sich Beschwerden über unerlaubte Telefonanrufe einer Firma „Mercando GmbH“aus Dortmund. Angeblich hätten die Angerufenen kürzlich der Teilnahme am Gewinnspiel der Eurowin Deutschland zugestimmt. Hinter Eurowin steckt die türkische Firma TSC Ltd. Sti. aus Izmir.

Falls die Verbraucher nicht mitspielen wollen, sollen sie einfach ein vorbereitetes Kündigungsformular ausfüllen. Dieses liege einem Schreiben bei, das sie demnächst erhalten. Anschließend wären sie nach drei Monaten aus dem Gewinnspielvertrag raus. Bis dahin würde allerdings noch ein monatlicher Servicebetrag von 59 Euro fällig.

Mit dieser Masche will Eurowin die Verbraucher in eine Abo-Falle locken, denn ein Vertrag mit einem Gewinnspieldienstleister tritt erst in Kraft, wenn der Kunde schriftlich oder per Fax bzw. E-Mail zustimmt.

Das ist so in dem Anti-Abzock-Gesetz von 2013 geregelt. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt deshalb eindringlich:

„Die Verbraucher sollten die vorformulierten Kündigungsschreiben nicht unterschreiben, denn mit ihrer Unterschrift stimmen sie nachweislich einem Vertrag zu“.

Darüber hinaus wird empfohlen, keine persönlichen Daten, insbesondere Kontoverbindungen, herauszugeben und bei Anrufen von Unbekannten das Gespräch rasch zu beenden, indem sie den Hörer auflegen bzw. das Gespräch abbrechen und beenden.

Dies sei nicht unhöflich, sondern ist oftmals die einzige Chance, lästige Angebote loszuwerden, denn auf der anderen Seite des Telefonats lauern geschulte Mitarbeiter eines Callcenter darauf, das der Angerufene mit einem falschen Wort die Zustimmung zu einem Fernabsatzvertrag gibt.

Wer Zweifel hat, wie man mit einem Schreiben oder einem Anruf von Eurowin umgehen sollte, kann sich in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale informieren und beraten lassen.

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