Betrug mit falschen Onlineshops per Vorkasse nimmt kein Ende

Sechs Millionen Deutsche sind beim Onlinehandel schon einmal betrogen worden. Vor allem die Zahlungsmethode Vorkasse macht es den Abzockern besonders leicht, ihren Opfern das Geld aus der Tasche zu ziehen

Geld bezahlt, Ware nicht erhalten, was dann ?

Facto24 berichtet seit einem Jahr täglich über dubiose Onlineshops und hat inzwischen die Daten zu über 1.000 Schummelshops veröffentlicht, um Verbraucher zu warnen.

Darauf sind wir stolz.

Wir meinen: so langsam ist die Politik gefragt, mit Gesetzesänderungen dem Betrug per Mausklick schnellstmöglich ein Ende zu bereiten. Aber auch die Verbraucher sind gefordert, sich besser zu informieren und mehr Vorsicht beim Einkauf im Internet walten zu lassen.

Geiz ist nicht immer „geil“ und die Jagd nach vermeintlichen Schnäppchen kann schnell in der Falle von Abzockern und Betrügern enden.

Inzwischen raten wir dringend: kaufen Sie nichts per Vorkasse

Nutzen Sie nur sichere Zahlungsmethoden wie Nachnahme, Kauf auf Rechnung oder Paypal.

Wenn Sie unsicher sind ob der Shop überhaupt existiert, rufen Sie doch einfach vor einer Bestellung bei dem Shop an und googeln Sie nach dem Namen des Shops

Es gibt 9 sichere Merkmale um einen betrügerischen Internetshop erkennen zu können.

Zu diesen Merkmalen gehören:

1.) PREISE: es gibt keinen shop der Welt der legal Waren zu einem Bruchteil des wirklichen Marktwerts anbieten kann. Wenn Sie über Angebote im Internet stolpern, die Markenartikel zu 30% und noch weniger des Normal-Preises anbieten, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Lockvogelangebote eines Betrügers oder Hehlers. Niemand hat etwas zu verschenken.

2.) IMPRESSUM: oft sind im Impressum ähnlich klingende Namen von real existierenden webshops angegeben. Auch wird oft die Steuernummer von anderen Webshops übernommen und die Anschrifts-Daten kopiert. Im Zweifel hilft eine GOOGLE-Abfrage mit oftmals erstaunlichen Ergebnissen

3.) KONTAKTDATEN: kein vernünftiger shop verwendet eine Email-adresse mit einem Freemail-Account von z.B.  yahoo,  googlemail oder gmx.net

4.) AGB`s und ZAHLUNGSBEDINGUNGEN: wenn als Zahlungsbedingung lediglich Vorkasse oder Nachnahme möglich sind,  so ist dies ein starker Hinweis für einen betrügerisch operierenden shop. Es gab schon viele Fälle bei denen nach Entrichtung der Nachnahme nur Backsteine oder ähnlicher Schrott im Paket waren. Ganz besondere Vorsicht ist bei Voraus-Zahlung per Western Union anzuraten

5.) FALSCHE SICHERHEITSZERTIFIKATE: es werden oft gefälschte Zeichen von Sicherheitszertifikaten wie “trusted shop” und ähnliche Zertifikaten angezeigt. Die echten Sicherheitszertifikate/ -Zeichen können angeklickt werden und führen auf die Seite der Anbieter dieser Zertifikate. Die gefälschten Sicherheitszeichen sind nur einfache, in die Webseite reinkopierte Bildchen

6.) GOOGLE – SUCHERGEBNISSE: geben Sie die web-adresse des fraglichen shops in der Google Suchmaschine plus das Kriterium “Betrug” oder “Bewertung” ein

7.) SICHERHEIT BEI DER DATENÜBERTRAGUNG: Ihre Daten wie Name und eventuelle Kreditkarten-Details oder Kontodaten Ihres Bankkontos sollten immer über relativ sichere https Leitungen und nicht nur mit http übertragen werden. Ob mit https oder http übertragen wird, erkennen Sie in der Adresszeile ganz oben in Ihrem Internet-Browser

8.) verschleierte Daten bei der Registrierung der Webseite mit “protected whois”

9.) telefonische Erreichbarkeit – seriöse Firmen kann man immer während der normalen Geschäftszeiten auch telefonisch erreichen

Sehen Sie das neueste Akte 2011 Video zum Thema

Quelle: VerbraucherinfoTV

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