Frauentauschmutter klagt gegen RTL

Pressemitteilung
Berlin, den 16.08.2012

Die Präsidentin des Kammergerichts
Pressestelle der Berliner Zivilgerichte
Elßholzstraße 30 – 33, 10781 Berlin

Das Landgericht Berlin hat der Produktionsfirma der TV-Serie „Frauentausch“ unter Androhung eines Ordnungsgeldes untersagt, eine bereits ausgestrahlte Folge dieser Serie selbst oder durch Dritte erneut zu veröffentlichen oder zu verbreiten. Geklagt hatte eine Frau, die mit ihrer Familie an der Produktion mitgewirkt hatte und sich durch die Art der Darstellung in ihrem Persönlichkeitsrecht verletzt sah.

Dem ist das Landgericht gefolgt. Die Klägerin habe zwar vor Produktion der Sendung eine Einwilligungserklärung gegenüber der Produktionsfirma abgegeben. Darin sei von einer „TV-Dokumentations-Serie“ die Rede gewesen, die vorrangig einen Dokumentationscharakter haben solle. Tatsächlich seien die Aufnahmen dann so nachbearbeitet worden, dass die Klägerin gezielt lächerlich gemacht worden sei. Sie sei als überforderte und geistig verwirrte, bei ihren Kindern unbeliebte Mutter der praktisch veranlagten, sympathischen und ordentlichen Tauschmutter gegenüber gestellt worden. Mit derartigen nachträglichen Bearbeitungen zum ausschließlichen Zweck der Verspottung habe sie nicht rechnen müssen.

Die Missachtung des Persönlichkeitsrechts sei allerdings nicht so schwerwiegend, dass eine finanzielle Entschädigung geboten sei, beschied die Zivilkammer 27 die Klägerin und wies die Klage insoweit ab. Die Klägerin hatte Zahlung von mindestens 15.000,- EUR verlangt.

Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

Landgericht Berlin, Urteil vom 26. Juli 2012
- 27 O 14/12 -

Bei Rückfragen: Dr. Ulrich Wimmer
(Tel: 030 – 9015 2504, – 2290)

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Inszenierte Konflikte und gestellte Szenen – was steckt hinter Frauentausch ?

Weinende Menschen, streitende Paare, keifende Frauen, agressive Männer und ständiges Herumgehacke auf “Hartz4″ – selbst die absurdesten Szenen sind den Machern nicht zu dumm und Darsteller finden sich für die 1500,- EUR Gage genug

Wie die fragwürdige “Doku-Soap” Frauentausch in Wirklichkeit funktioniert, zeigt diese Dokumentation über Frauentausch:

Tauschmutter Nadine und ihr ERDBEERKÄSE – eine Persiflage der besonderen Art:

 

Über Mathias

Detektiv spezialisiert auf Recherchen im Internet zu Betrug mit Webshops, Nigeriaconnection sowie Rufschädigung und Mobbing. Mitarbeit und zu sehen bei TV-Reports u.a. für Galileo, Spiegel TV, Vox und MdR (Escher)
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2 Antworten auf Frauentauschmutter klagt gegen RTL

  1. Strunz sagt:

    Die Doku-Soap “Frauentausch” gehört zu den zehn besten Serien dieses Genres. Es muss also jede Menge Zuschauer geben, die sich diesen “Trash” reinziehen.

    Die beteiligten Tauschmütter und -Väter wissen es vorher, auf was sie sich einlassen. Wer dann ausrastet oder sich als “Psycho”, “The Brain”, “Sex-Monster” etc. outed und sich selber darstellt, muss doch wissen, was er/sie tut und daß diese Situationen dann auch im TV gezeigt werden. Genau von diesen “Ausrutschern” lebt dieses Format, weil es hier keine Schauspieler gibt und die gezeigten Emotionen und Situationen echt und nicht gespielt sind.

    Das ist der Schlüssel zur Beliebtheit und damit zum Erfolg dieser Serie.

    Nichts ist erfolgreicher als der Erfolg und ruft Neider auf den Plan.

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